Solidarität ohne Grenzen

26.11.2018 – Nach UN-Berechnungen leben weltweit etwa 36,7 Millionen Menschen mit dem HI-Virus. 20,9 Millionen von ihnen erhalten lebensverlängernde Medikamente. Heute bedeutet eine HIV-Erkrankung kein Todesurteil mehr. Allerdings steigt in vielen Ländern die Zahl der Neuinfektionen an.

In diesem Jahr fand die Welt-AIDS-Konferenz in Amsterdam statt. Ihre Ergebnisse heben noch einmal hervor, wie unterschiedlich sich die Situation der HIV-Neuinfektionen in den verschiedenen Teilen der Welt darstellt. Während durch gute Präventionsarbeit und medizinische Fortschritte in Deutschland die Zahl der Neuinfektionen in den letzten Jahren relativ konstant geblieben ist, nimmt die Zahl laut UNAIDS in knapp 50 Ländern der Welt zu. Vor allem in Osteuropa und Zentralasien mit rund 190.000 Neuinfektionen, darunter allein 80 Prozent in Russland.

Der Arbeitskreis Welt-AIDS-Tag in Wuppertal möchte auch in diesem Jahr wieder den 1. Dezember nutzen, um sich für Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS einzusetzen. Der Blick geht dabei ganz bewusst über die Grenzen von Wuppertal hinaus. Denn HIV und AIDS sind weltweite Herausforderungen, die nicht aus dem Blickfeld geraten dürfen.

Seit vielen Jahren unterstützt der Arbeitskreis Welt-AIDS-Tag deshalb neben der Arbeit vor Ort auch Projekte in anderen Teilen der Welt. So gibt es eine Zusammenarbeit mit dem MOHAU-Centrum für Kinder mit HIV und AIDS in Pretoria, Südafrika.

Darüber hinaus besteht seit 2007 eine Projektpartnerschaft mit dem Colectivo de Mujeres de Matagalpa (CMM) in Wuppertals Partnerstadt Matagalpa (Nicaragua). Dies ist ein Projekt zur Unterstützung von Frauen, Kindern und Jugendlichen und zur HIV-Prävention.

Der Arbeitskreis unterstützt auch zwei Projekte in Russland: das „Novoye Vremya“ (Neue Zeit) in Jekaterinburg und das „Umka“ (Kleiner Bär) in Suchoi Log. Beide Projekte unterstützen HIV-infizierte Frauen und ihre Kinder.

Das Programm des Welt-AIDS-Tags greift das Thema „HIV und AIDS in der Welt“ in diesem Jahr gleich mehrfach auf. So befasst sich beispielsweise der Gottesdienst am 2.12.2018 in der City-Kirche mit der aktuellen Situation in Russland.

Allgemeine Informationen zu HIV und AIDS in Wuppertal, aber eben auch weltweit, gibt es am Infostand am 1.12. in den City-Arkaden von 10 – 20 Uhr.

Nach Deutschland zugewanderte Menschen finden Informationen zu HIV und AIDS im Internet unter www.hiv-migration.de. Die Erlöse des Welt-AIDS-Tags werden sowohl für Menschen mit HIV und AIDS in Wuppertal, aber auch für internationale Projekte verwendet.

Nachfragen und weitere Informationen richten Sie gern an:
Daniel Viebach, AIDS-Hilfe Wuppertal, Tel. 0202/450003, Email: ed.latw.eflihsdia@hcabeiv.d
Karin Hoeltz, AIDS- und STI-Koordination, Gesundheitsamt, Tel. 0151-55131263, Email: ed.latreppuw.tdats@ztleoh.nirak